Didaktische Hinweise
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Thema: Moor
· Didaktisch-methodische Überlegungen
· Das Mooswunder (Versuch)
· Hilke und Udo helfen beim Torfaufladen
· Die kleine Moorhexe von Christina Telker
· Weitere Quellen zum Thema in Schulbüchern
· Weitere Quellen zum Thema (Karteien)


Didaktisch-methodische Überlegungen
(aus: Astrid Kaiser: Praxisbuch Handelnder Sachunterricht)

"Obwohl das Moor als Thema in den Rahmenrichtlinien der Bundesländer nicht ausdrücklich genannt ist, lässt es sich problemlos in die Lernfelder des Sachunterrichtes einordnen. Es ist ein räumliches und fundamental-ökologisches Problem, weil durch die Zerstörung und bundesweite Vernutzung der Moore als Gartentorf allmählich ein einmaliger Naturraum verloren geht. Wichtig für alle Kinder ist es aber, ein alltägliches Produkt, den Gartentorf, der so sachneutral wirkt, exemplarisch im ökologischen Kontext zu sehen.
Viele kennen das Moor aus Kinderliteratur und haben zum Teil dramatische Vorstellungen. Von diesen Landschaften geht beim Anblick eine besondere Faszination auch auf Kinder über. Dieses Naturwunder einerseits zu schätzen und andererseits auch besser zu durchschauen, interessiert Grundschulkinder, die auch durch Benutzung von Torf in Blumentöpfen im privaten Haushalt zur Zerstörung der Moore beitragen, dies aber nicht wahrnehmen.
Es ist deshalb wichtig, den Kindern Grunderfahrungen und -kenntnisse zu vermitteln, die den Kindern deutlich machen, dass Menschen in ihrem Lebensraum Gegebenheiten vorfinden, die veränderbar sind und dass der Mensch die Möglichkeit hat, mit Hilfe technischer Hilfsmittel den Lebensraum seinen eigenen Bedürfnissen anzupassen. Dabei dürfen sie jedoch nicht vergessen, dass sie es auch sind, die die Verantwortung für diesen Lebensraum tragen. Insofern ist das Moor keineswegs eine heimatkundliche Besonderheit, sondern steht exemplarisch für das Verhältnis von Natur und Kultur und von Rückwirkungen der zerstörten Natur auf die Lebensmöglichkeiten der Menschen.
Hier lässt sich eine Parallele zum Verhältnis der Menschen zum Moor früher und heute ziehen. Um gegen die Widrigkeiten ihres Lebensraumes anzukämpfen und zu überleben, versuchten die Menschen, das Moor zu kultivieren, das Land fruchtbar zu machen. Weitere Erträge wurden durch den Abbau von Torf erzielt. Erst nachdem das Moor weitestgehend zerstört war, erkannte der Mensch die Bedeutung des Lebensraumes Moor und begann, es zu rekultivieren.
Ein zweiter Lernbereich, der im Bezug zum Thema Moor eine wichtige Rolle spielt, ist das Lernfeld "Mensch und Natur".
Erkenntnisse über das Beobachten und Erkennen der Gegebenheiten der Natur sowie bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen der Natur gegenüber sollen in diesem Lernbereich vermittelt bzw. entwickelt werden. Hierbei ist es besonders wichtig, dass die Kinder nach und nach ein Gefühl und Verständnis für die Bedeutung und Schönheit verschiedener Lebensräume entwickeln und dass es sich lohnt, diese zu schützen.
Auch hier kann das Thema Moor zum Thema Lebensraum und Naturschutz ein gutes Beispiel darstellen."

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Das Mooswunder (Versuch)

Dieser Versuch ist für die Klassenstufe 3 oder 4 geeignet.
Schlüsselwörter: Moos, Wasseraufnahme, Pflanzen
Benötigtes Material: 1 trockenes Moospolster, 1 Messbecher, 1 Waage, Wasser, Eimer

Einbindung in den Unterricht: Dieser Versuch kann z.B. in einer Unterrichtsreihe zum Thema "Pflanzen im Wald" oder "Moore" durchgeführt werden. Die Schüler sollten vor diesem Versuch mit dem Aufbau von Pflanzen vertraut sein. Nach dem Versuch kennen in einem Stuhlkreis die Ergebnisse des Versuchs besprochen und die Bedeutung von Moosen diskutiert werden. Um den Versuch durchführen zu können sind ebenfalls Kenntnisse über die Maßeinheiten "Gramm" und "Milligramm" von Bedeutung.

Lernziele/didaktische Hinweise: Die Schüler erkennen, dass Moose in der Lage sind, das Vielfache ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufzunehmen. Sie fungieren sozusagen als Wasserspeicher für sich und ihre Umwelt. Auch dienen sie vielen Kleinlebewesen als Lebensraum und Vögeln als Nistmaterial. Weiterhin sollten die Schüler mathematisieren, indem sie die Moose wiegen und vergleichen.

Beschreibung des Experiments:
1. Wie fühlt sich das Moospolster in eurer Hand an?
2. Legt das Moos vor euch auf den Tisch und drückt es mit der flachen Hand kurz zusammen. Was
    könnt ihr beobachten?
3. Legt das Moos nun auf die Waage und notiert sein Gewicht.
4. Nehmt den Eimer und füllt ihn mit Wasser. Legt nun euer Moos für 5 Minuten in den Wassereimer.
5. Legt das Moos dann wieder auf die Waage. Wie viel wiegt das feuchte Moos? Notiert auch
    jetzt das Gewicht. Wie viel Gramm Wasser hat das Moos aufgenommen?
6. Jetzt nehmt ihr den Messbecher und drückt das Wasser aus dem Moos hinein. Wie viele Millimeter
    Wasser könnt ihr aus dem Moos wieder herausdrücken? Seid vorsichtig, dass
    ihr das Moos nicht zerquetscht.

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Hilke und Udo helfen beim Torfaufladen
(aus: Schriftenreihe "Die Leuchtboje". Heft 13. Das Moor; 1990.)

Das Moor steht voller Torfbülten. Hilke versucht sie zu zählen. "28, 29, 30, ich glaube, die kann man nicht alle zählen", meint sie und gibt es auf.
"Da drüben steht ja Vater!" rufen die beiden Kinder.
Onkel Fokken hält an. Er hakt den Ackerwagen ab und lässt ihn auf dem festen Weg stehen. "Zu dem ersten Bült können die Pferde ohne Trippen gehen. Er steht vorn am Weg, da ist das Moor trocken und fest genug", meint Vater Janssen, der inzwischen herangekommen ist.
Der Braune bricht einige Male mit den Hinterfüßen bis über die Hufe ins Moor ein. Die Männer beladen den Gummiwagen. Die Kinder helfen dabei. Am besten lassen sich die Torfstücke aus der Außenwand des Haufens wegnehmen.
Es dauert gar nicht lange, da haben Hilke und Udo sich hinter einem Torfhaufen verkrochen und reiben sich die Augen.
Der Wind hat ihnen den groben, scharfen Torfstaub ins Gesicht getrieben. Ihre Augen fangen an zu tränen. Nun verwischen sie mit ihren Händen den dunklen Staub. Sie merken nicht, dass sie ihre Gesichter dabei schwarz anmalen. Wie Schornsteinfeger sehen sie aus.
Als der Gummiwagen halb beladen ist, fährt Jan Fokken ihn vom Moor. Mehr darf nicht aufgepackt werden, sonst wird die Last zu schwer, und die Räder könnten einsinken. Alle müssen helfen und kräftig schieben, damit die Pferde den Wagen bis zum Weg ziehen, ohne anzuhalten.
An einer festen Stelle des Weges lässt Onkel Fokken halten. Dann spannt er die Pferde vor den Ackerwagen. Zweimal holen sie diesen halbvoll vom Moor. Sie packen alles auf den Gummiwagen. Als sie den zweiten Torfhaufen abfahren wollen, muss Onkel Fokken den Pferden die Trippen unterbinden. Die Pferde stellen die Füße in den Blechkranz. Dann werden die Flügelmuttern angeschraubt und die Trippen noch mit Tauen an den Hufgelenken festgeschnürt. Onkel Fokken hat vorher die Gelenke mit Streifen aus Sackleinen umwickelt, damit die harten Taue die Pferdebeine nicht wundscheuern. Die Pferde stapfen mit ihren Holzschuhen sicher über das nasse, weiche Moor.
Mit dem Rest des zweiten Haufens soll der Ackerwagen voll beladen werden. Onkel Fokken legt zur Vorsicht zwei Wagenplanken neben den Bült und lenkt den Wagen darauf. So sinken die Räder nicht ein.

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Die kleine Moorhexe von Christina Telker
(aus: http://kids.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?791)

Tief im Wald, wo die Tannen am dichtesten stehen, lebte Felia, eine kleine Hexe. Felia lebte mit allen Tieren in guter Nachbarschaft. Sie hatte das Moor zu ihrer Heimat erkoren und liebte dieses feuchte Element, in dem weder Pflanzen noch andere Lebewesen existieren konnten. Sie fühlte sich hier so wohl wie sonst nirgends auf der Welt. Ab und zu kam sie auch aus ihrem Moor heraus, streifte durch den Wald und unterhielt sich mit den Tieren. Keins der Tiere hatte Furcht vor Felia, selbst der Mond freute sich wenn er Felia entdeckte.
Eines Tages jedoch erfuhr Xenia, eine alte böse Hexe, von Felias Existenz . Der Waldkauz, hatte es ihr bei seinem Nachtflug zugetragen. Xenia lebte weit von Felia entfernt in einem anderen Wald und hätte ohne den Kauz nie erfahren, dass es Felia gibt. Der Kauz konnte jedoch nicht mit ansehen, dass im Wald Ruhe und Frieden herrschte und wollte einfach etwas stänkern. So flog er über die Grenzen seines Waldes hinaus, um zu sehen ob er irgendwo Verbündete finden würde. Dabei begegnete ihm Xenia . "Hallo Xenia", krächzte er "ihr Hexen seit doch eigentlich dazu auf der Welt um böses zu tun, stimmts?" "Worauf willst du hinaus?" Wunderte sich die Hexe. "Na ja, bei uns gibt es eine Hexe, die ist lieb und friedlich. Sie hilft sogar den Tieren wenn sie in Not sind." Streute der Kauz seine Bosheit aus. "Das kann nicht sein! Hexen sind immer böse, dann ist es eben keine Hexe!" Antwortete Xenia wütend. "Es ist eine Hexe, so glaub mir doch. Sie lebt bei uns im Moor!" "Das verwechselst du mit einer Moornixe, eine Hexe im Moor! Ha, ha, ha...." "Dann komm doch mit und sieh selbst" forderte der Kauz nun Xenia auf. "das werde ich auch und wehe dir du hast gelogen und ich unternehme diesen langen Flug umsonst, dann soll es dir schlecht ergehen.
So flogen Beide dem Walde zu, in dem unsere kleine Hexe lebte. Da Felia auch des nachts unterwegs war, fanden sie diese auch auf Anhieb. "Siehst du sie dort auf ihrem Besenstiel? Habe ich nun recht gehabt?" freudig wies der Kauz auf Felia hin. "Ja, du hast recht es ist eine Hexe. Aber das sie gut ist, muss ich erst sehen, das kann ich so nicht beurteilen." In dem Moment beugte sich Felia gerade über einen kleinen Käfer , der sich den Flügel verletzt hatte. "Sumsebrum, was ist dir denn geschehen, kann ich dir helfen?" frug sie auch schon. "Felia, wie gut das du kommst, ich habe mir heute den Flügel verletzt, wenn du mir nicht hilfst, muss ich sterben" "Natürlich helfe ich dir!" Felia nahm ihren Zauberstab und simsalabim war der Flügel des kleinen Käfers, wieder heil. Wie freute sich da der Kleine. Im selben Moment fuhr Xenia wie ein Blitz auf die Erde und stand neben Felia. Unsere kleine Hexe bekam einen tüchtigen Schreck, da donnerte Xenia auch schon "Was ist das für eine Hexenmanier, zu helfen anstatt zu zerstören?! Was bist du für eine komische Hexe?" Felia hatte sich bereits etwas gefangen und meinte "Lieber komisch sein, als böse! Ich liebe die Tiere des Waldes, sie sind meine Freunde!" "Eine Hexe hat keine Freunde! Merke dir das! Ich gebe dir zwei Tage Zeit, es zu überdenken, hast du dich bis dahin nicht geändert, werde ich dich zwingen!" Xenia erhob sich in die Lüfte und war verschwunden. "Ich denke gar nicht daran mich zu ändern" dachte Felia. "Ein Leben ohne Freunde, geht doch gar nicht."
Natürlich ließ Xenia nicht locker. Genau nach zwei Tagen kam sie wieder angeflogen "na hast du es dir überlegt?" schnarrte sie schon mit böser Stimme beim Anflug. "Ja, ich habe es mir überlegt, meine Freunde bleiben meine Freunde und ich werde ihnen nichts Böses tun!" Antwortete Felia "Dann werde ich dir etwas böses tun, ich werde dein Moor austrocknen. Ohne Moor kannst du nicht leben und eine gute Hexe kann der Wald nicht gebrauchen". Nun war Felia traurig, sie setzte sich an den Rand des Moores und fing an zu weinen. Für sie gab es keine Lösung, denn ihren Freunden schaden, würde sie nie. Es dauerte auch gar nicht lange und das Moor fing an aus zu trocknen, wie es Xenia angedroht hatte. Nach einigen Tagen kamen die Tiere des Waldes zu Felia, da sie ihre nächtlichen Flüge vermisst hatten und sahen, dass sie traurig am Rand des Moores saß. "Felia, was ist mit dir, warum bist du so traurig?" Frug Vater Lampe als erster. "Wir müssen Abschied nehmen, Xenia war hier und hat gesehen, wie gut wir uns alle verstehen. Nun trocknet sie mein Moor aus und ich kann nicht mehr weiter leben." "Das wäre ja noch schöner, wozu hast du denn Freunde?!" mischte sich nun der Fuchs in das Gespräch ein und alle Tiere stimmten zu. "Hat Einer einen Vorschlag wie wir helfen können?" Sofort meldete sich ein Biber zu Wort. Wir können einen Zufluss zwischen dem Waldsee und dem Moor bauen, dann kann das Moor nicht austrocknen!" Mit Jubel wurde der Vorschlag angenommen. "Du hast uns nie im Stich gelassen, selbstverständlich halten wir nun auch zu dir" meinten die Tiere. Felia bedankte sich bei den Bibern und freute sich sehr weiter in ihrem Moor leben zu können.
Als Xenia sah, wie die Tiere und Felia zusammen hielten, war ihre Macht durch die Liebe und Freundschaft der Tiere zu Felia gebrochen. Nie wieder flog sie über die Grenzen ihres Waldes hinaus.

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Weitere Quellen zum Thema in Schulbüchern

Thema Schulbuch
Im Moor Mobile 4
Meier, Richard (Hrsg.)
Westermann Braunschweig 1994
Moorgebiet Mobile 4
Meier, Richard (Hrsg.)
Westermann Braunschweig 1994

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Weitere Quellen zum Thema (Karteien)
Lebensraum Moor. Oldenburg: Verlag Spinnweben, 1985

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